Zhang, Wei
Nach der chinesischen Fünf-Elemente-Lehre ist dem Spätsommer das Erdelement zugeordnet, dem Herbst das Metallelement. Wer im Spätsommer gut ausgeruht ist und die „Ernte“ gut gespeichert hat, stärkt damit seine „innere Mitte“, wie Magen, Milz, Bauchspeicheldrüse, das Gewebe und den Mundbereich. Diese stabile Basis bildet gewissermaßen einen „Hügel“, in dem das Metallelement verbunden mit Lunge, Dickdarm, Haut und Nase eingebettet liegt. Eine 100-Tage-Darmkur mit effektiven Mikroorganismen kann die Darmflora wieder aufbauen. So gestärkt kann der Körper im herbstlichen Wind widerstandsfähig gegenüber Grippe, Magen-Darm-Infekten und anderen Beschwerden bleiben. Rettichsuppe, Ingwer, Beifuß als Tee, Wickel, Fußbad oder in Form von Moxibustion sind in der kühleren Jahreszeit hilfreiche Begleiter. Frau Zhang gibt dazu aus ihrer reichlichen Praxiserfahrung wertvolle Tipps zur Ernährung und Selbstbehandlung.
Eine uralte Methode der Gesundheitspflege ist mit einem modernen Schröpf-Set kinderleicht auszuführen. Das Schröpfen wird angewendet gegen alle möglichen Wehwehchen (Schulter, Rücken, Glieder). Der Stoffwechsel wird angeregt, das Immunsystem gestärkt; außerdem wirkt das Schröpfen entschlackend und entzündungshemmend.
Mit ihrer eigenen Erfahrung in den Wechseljahren erläutert Frau Zhang den Teilnehmerinnen aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die zugrunde liegenden Ursachen. Dabei geht sie insbesondere auf die Ernährungsumstellung in Abhängigkeit von der Art der Beschwerden ein, z.B. Was bedeutet ein Leber-Yin-Mangel, ein Nieren-Yin-Mangel oder eine Kombination aus beiden? Selbstbehandlungsmethoden wie Akupressur an Körper- und Ohrpunkten, Paida-Gymnastik sowie praktische Tipps zur Anwendung von Heilmitteln wie Goji-Beeren, Schisandra-Beeren oder Chrysanthemen Tee werden vorgestellt. Auch die Anwendung einer Licht-Yam-Creme zur Unterstützung bei Stress und depressiven Phasen wird erklärt. Anhand von Beispielen zeigt Frau Zhang wie Frauen in den Wechseljahren ihren Alltag im Einklang mit dem Biorhythmus besser bewältigen können.
Mit dem Winter beginnt am 21. Dezember die Hochphase der Nieren (17–19 Uhr) und der Blase (15–17 Uhr). Beide Organe sind dem Wasserelement zugeordnet und benötigen in den lichtarmen Monaten besondere Zuwendung, vor allem Wärme. Anhand einer Fünf-Elemente-Lebensmittelliste erklärt Frau Zhang, warum zum Beispiel warmes Quellwasser im Winter besser geeignet ist als salzhaltiges Mineralwasser, das thermisch als kalt gilt. Tipp: Schwarze Bohnen in einer kräftigenden Suppe sowie gerösteter schwarzer Sesam sind ideale Winterbegleiter. Welche Selbstbehandlungen stärken das Yang, welche schwächen es? Antworten darauf gibt es durch praktische Empfehlungen: Ingwer und Beifuß – ob als Tee, Wickel oder Fußbad – helfen, das Yang zu aktivieren. Besonders in den kältesten 3×9 Tagen (nach traditioneller Zeitrechnung) kann Moxibustion die Gesundheit stabilisieren, Anti-Aging-Effekte unterstützen und gegen Blasenentzündungen und häufigen Harndrang eingesetzt werden. Wenn unser Körper über ausreichend Yang-Energie verfügt, können Krankheiten nicht bleiben.