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Die Seniorenuniversität Bad Kissingen

Ein wissenschaftliches Bildungsangebot für jedes Alter

Die Seniorenuniversität Bad Kissingen wurde 2011 von der Stadt Bad Kissingen, der Universität Würzburg und der Sparkasse Bad Kissingen ins Leben gerufen. Im Rahmen der Seniorenuniversität werden ausgewählte Themen auf verständliche Art und Weise in Reihen mit jeweils drei Vorträgen vorgestellt. Die Verantwortung für das Programm mit jährlich sechs bis sieben Vortragsreihen liegt in den Händen der städtischen Volkshochschule Bad Kissingen. Als Referenten treten hauptsächlich Professorinnen und Professoren der Universität Würzburg auf.

Der Name Seniorenuniversität entsprang der Ursprungsidee auch für Menschen im fortgeschrittenen Alter ein wissenschaftliches Bildungsangebot in Bad Kissingen zu ermöglichen. Es ist jedoch keine Grundvoraussetzung “Seniorin oder Senior” sein zu müssen, um an den Veranstaltungen der Seniorenuniversität teilnehmen zu können. Interessierte jeden Alters dürfen die Vorträge besuchen; es gibt keine Altersbeschränkung.

Eine Anmeldung vor der Teilnahme ist nicht erforderlich. Die Gebühr für die Teilnahme an einer kompletten Vortragsreihe (mit drei Vorträgen) beträgt 20 €. Es ist auch möglich nur an einzelnen Vorträgen teilzunehmen, die Gebühr beträgt dann 10€ je Vortrag.

Die kommenden Vorlesungen der Seniorenuniversität

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Der chinesische Ansatz der Energiewende
Di. 23.04.2024 16:00
Bad Kissingen

In dieser Vortragsreihe stellt Dr. Hannes Gohli von der Universität Würzburg die vom chinesischen Staat gesteuerte Herangehensweise der Energiewende vor und vergleicht diese mit dem deutschen dezentralen Ansatz. Während im ersten Vortrag die Akteure im chinesischen Energiesystem vorgestellt werden, zeigen die zwei weiteren Vorträge wie diese Akteure ihre Interessen versuchen im politischen System anzubringen. Die drei Vorträge bieten Einblicke in die Lebenswelt chinesischer Politiker und Unternehmer im Energiesektor Chinas und deren Herausforderungen im Kampf um politische und ökonomische Machtverhältnisse. Die Energiewende ist schließlich auch ein Kampf um Ressourcen, welches Gewinner und Verlierer hervorbringen wird. Die Energiewende dient somit als Fallbeispiel um aufzuzeigen, wie auch im autoritären China Verhandlungsprozesse, zwar eingeschränkt, auch in der Gestaltung der Energiewende mitwirken.  Der Referent: Hannes Gohli ist Postdoc am Lehrstuhl für China Business and Economic und Geschäftsführer des China-Kompetenzzentrums der Universität Würzburg. In seiner von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Doktorarbeit untersuchte er, wie China die Energiewende mit industriepolitischen Maßnahmen steuert. Sein Post-Doc-Forschungsprojekt untersucht die Machtdynamik zwischen großen Technologieunternehmen und dem chinesischen Staat in der entstehenden Datenökonomie des Landes. Dr. Gohlis Expertise liegt in der Durchführung von Interviews mit Interessenvertretern im chinesischen Elektrizitätssektor, wobei sich seine jüngsten Forschungen darauf konzentrieren, welche industriepolitischen Instrumente die chinesische Regierung einsetzt, um verschiedene Formen der Stromerzeugung und -übertragung zu unterdrücken oder zu fördern. Vor seiner Promotion absolvierte Dr. Gohli einen Bachelor of Arts an der Syddansk Universitet in Sønderborg, Dänemark, und erwarb einen Master of Science an der Universität Würzburg, beide in den Bereichen China Business und Economics.  Literatur: Beyer, Andreas (2018). Die stagnierende Energiewende in den USA und China (Springer VS) Brunekreeft, Gert; Luhmann, Till; Menz, Tobias; Müller, Sven-Uwe and Recknagel, Paul (eds.), Regulatory Pathways for Smart Grid Development in China. (Wiesbaden: Springer Vieweg) Brandt, Loren and Rawski, Thomas G. (eds.), Policy, Regulation and Innovation in China’s Electricity and Telecom Industries. (Cambridge: Cambridge University Press) Chen, Jingxue (2021). Das China-Modell: Eine Fallstudie zur Energiepolitik in Shandong (Springer VS) Gohli, Hannes (2022). Steering Political Currents: A Study of Political Steering and Counter-Steering in the People’s Republic of China’s Smart Grid Industry (Baden-Baden: NOMOS) Heilmann, Sebastian (2016a). China’s Political System. (Lanham: Rowman and Littlefield Publishers) Lieberthal, Kenneth and Oksenberg, Michel (1988). Policy Making in China. (Princeton NJ: Princeton University Press) Xu, Yichong (2017c). Sinews of Power. (New York: Oxford University Press)

Kursnummer 241U010
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe; 10 € für einen einzelnen Vortrag
Dozent*in: Dr. Hannes Gohli
Von den Pyramiden bis zum Tal der Könige: Grabkultur und Jenseitsglauben im Alten Ägypten
Mo. 17.06.2024 16:00
Bad Kissingen
Grabkultur und Jenseitsglauben im Alten Ägypten

Unser Bild der altägyptischen Kultur ist geprägt von den eindrucksvollen Monumentalgräbern der Könige, wie den Pyramiden des Alten und Mittleren Reiches, aber auch den prachtvoll dekorierten Felsgräbern im Tal der Könige, die ab dem Neuen Reich aufkamen. Berühmt sind heute auch die kaum minder aufwendig gestalteten Gräber der Beamtenelite. Diese Bauwerke sind der sichtbare Ausdruck eines komplexen Jenseitsglaubens, der einen Kernbestandteil altägyptischer Religion bildet. Mithilfe der Analyse von Grabarchitektur, Grabdekoration und Grabausstattung sowie Informationen über Bestattungsrituale aus über drei Jahrtausenden werden wir uns im Rahmen der Vorlesungsreihe altägyptischen Vorstellungen vom Leben nach dem Tode nähern. Um tiefere Einblicke in die uns teils exotisch, teils aber auch vertraut erscheinenden Ideen und Konzepte vom Jenseits zu erhalten, werden wir auch umfangreich königliche und private sogenannte Jenseitsbücher, d.h. die sogenannten Pyramidentexte, und Sargtexte, das Totenbuch und das Amduat hinzuziehen und in Auszügen lesen. Zur Einstimmung der Vorlesungsreihe erfolgt eine kleine Einführung in die Hieroglyphenschrift. Die Referentin: Eva Roswitha Lange, geb. 1974, studierte Ägyptologie und Klassische Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität Leipzig. Ihre Dissertation reichte sie ein zum Thema „Ritualepisoden: Das Sedfest – Tor Osorkons II. in Bubastis“. Seit 2007 leitet sie das TELL BASTA-PROJECT als Head of Mission (Deutsch-Ägyptische Grabungsmission im ägyptischen Ostdelta), als Kooperation zwischen den Universitäten Göttingen, Würzburg und dem Supreme Council of Antiquities, Kairo. Von 2005 bis 2010 war sie wissenschaftliche Angestellte am Historischen Institut der Universität Potsdam und ist seit Mai 2012 Akademische Rätin am Lehhrstuhl für Ägyptologie der Universität Würzburg. Röntgenpreisterägerin der Universität Würzburg 2015. Literatur zur Vorbereitung bzw. Weiterbeschäftigung: Assmann, Jan 1984. Ägypten: Theologie und Frömmigkeit einer frühen Hochkultur. Urban-Taschenbücher 366. Stuttgart: Kohlhammer. Assmann, Jan 2001. Tod und Jenseits im alten Ägypten. München: C. H. Beck. Hornung, Erik 2005. Der Eine und die Vielen: altägyptische Götterwelt, 6th ed. Darmstadt: Primus. Hornung, Erik 1991. Die Nachtfahrt der Sonne: eine altägyptische Beschreibung des Jenseits. Zürich; München: Artemis & Winkler.  Zdiarsky, Angelika (ed.) 2013. Wege zur Unsterblichkeit: altägyptischer Totenkult und Jenseitsglaube. Nilus: Studien zur Kultur Ägyptens und des Vorderen Orients 20. Wien: Phoibos.

Kursnummer 241U020
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe - 10 € für einen einzelnen Vortrag
Dozent*in: PD, Eva Lange-Athinodorou
Künstliche Intelligenz: Geschichte und Perspektiven "auch zum Anfassen?"
Mo. 08.07.2024 16:00
Bad Kissingen
"auch zum Anfassen?"

Die Künstliche Intelligenz (KI) hat viele Auf- und Abschwünge hinter sich. Jeder dieser Episoden hat sie vorangebracht, aber auch Grenzen aufgezeigt. Es ist nicht zu erwarten, dass der derzeitig dominierende Ansatz des Deep Learning mit Neuronalen Netzen an diesem Muster etwas ändert. Auch wenn die KI in Spezialfällen schon besser als Menschen ist, so ist im Allgemeinen die menschliche Leistung die Messlatte. Wir Menschen identifizieren uns gerne mit unserer Vernunft und unserem Bewusstsein. Allerdings versteht man immer noch nicht deren genaue Funktionsweise im Gehirn. Der Psychologe Daniel Kahnemann unterscheidet zwischen zwei Systemen im Gehirn: das schnelle, automatische, unbewusste Denken (System1) und das langsame, rationale, bewusste Denken (System2). Vereinfacht gesagt, versucht das System1 ständig, die bekannten Informationen zu einer plausiblen „Geschichte“ zu verbinden, und wenn dies gelingt, fühlt man sich wohl und akzeptiert die Schlussfolgerungen als intuitiv und selbstverständlich. Nur gelegentlich wird das als anstrengend empfundene System2 um eine genauere Einschätzung der Lage eingeschaltet, das widersprüchliche Informationen gegeneinander abwägen ggf. gezielt weitere Informationen einholen kann. Die KI hat mit Deep Learning Methoden und Large Language Modellen wie ChatGPT große Fortschritte in Richtung des System1 gemacht, aber für die Plausibilitätseinschätzung und Korrektur fehlt derzeit noch ein Ansatz, wie das System2 entwickelt und integriert werden kann. 1. Termin: Methoden und Geschichte der Künstlichen Intelligenz (KI) 2. Termin: Aktuelle Anwendungsbereiche der KI und Diskussion über Chancen und Risiken 3. Termin: KI zum Anfassen, z.B. als fehlender Spielpartner in Mehrpersonen-Kartenspielen Im ersten Teil des Vortrags wird anhand der Geschichte der KI auf deren Methoden eingegangen. Im zweiten Teil werden erfolgreiche Anwendungen insbesondere im Bereich der Bild- und Sprachverarbeitung präsentiert und auch über deren Grenzen diskutiert. Im dritten Teil werden ausgewählte Anwendungen konkreter vorgestellt und die Diskussionen fortgesetzt. Biographie: Prof. Dr. Frank Puppe hat in Bonn Informatik studiert, in Kaiserlautern promoviert und in Karlsruhe habilitiert. Seit 1992 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz und Wissenssysteme an der Universität Würzburg. Er ist Autor von über 400 Publikationen und leitet zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich der KI. Literatur: Kahnemann, D.: Schnelles Denken, Langsames Denken, 2010.

Kursnummer 241U030
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe; 10 € für einen einzelnen Vortrag
Dozent*in: Prof. Dr. Frank Puppe
Das Nibelungenlied
Mi. 02.10.2024 16:00
Bad Kissingen

Das Nibelungenlied stellt einen einsamen Höhepunkt der mittelalterlichen Heldenepik dar. Um 1200 brachte ein unbekannter Verfasser aufs Pergament, was offenbar aus einer grauen Heldenvorzeit über Jahrhunderte hinweg nur mündlich weitergegeben worden war: Sagenhafte Stoffe aus der Völkerwanderungszeit um den Untergang der Burgunden und ein Streit zwischen zwei Königinnen, der seine Wurzeln in der Zeit der fränkischen Merowinger haben dürfte.  Der Kurzvorlesungszyklus führt in einer ersten Vorlesung in Inhalt und Stoffgeschichte des Nibelungenliedes ein. Im zweiten Schritt beschäftigen wir uns mit den Themen Überlieferung, Mündlichkeit und Schriftlichkeit sowie den Heldenkonzeptionen und starken Frauenfiguren des Nibelungenliedes. Die dritte Vorlesung berücksichtigt auch ein aktuelles Jubiläum: Vor 100 Jahren erschien der monumentale Nibelungenfilm von Fritz Lang. Sein Umgang mit dem Nibelungenstoff wird eingebettet in eine lange Reihe weiterer Rezeptionszeugnisse von der Wiederentdeckung des Nibelungenliedes im 18. Jahrhundert über die Adaption Richard Wagners für das Musiktheater bis hin zu modernen Jugendbuchausgaben.   Der Referent: Rainer Leng studierte Geschichte, Germanistik, klassische Philologie, Politikwissenschaft und Soziologie in Würzburg und Heidelberg. 1996 Promotion, 2000 Habilitation. 1994-2002 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrstuhlvertreter an der Universität Würzburg. Es folgten Forschungsprojekte in München und Göttingen. Mehrere Jahre vertrat er den Lehrstuhl für Mittlere Geschichte an der Universität Stuttgart. Seit 2008 ist er außerplanmäßiger Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Würzburg. Literatur zur Vorbereitung bzw. Weiterbeschäftigung: Textausgaben: Das Nibelungenlied. Mhd./Nhd. Nach der Handschrift B hg. v. Ursula Schulze. Ins Neuhochdeutsche übersetzt und kommentiert von Siegfried Grosse (Reclam Nr. 18914), Stuttgart 2010; Das Nibelungenlied. Mittelhochdeutscher Text und Übertragung, hg. v. Helmut Brackert, 2 Bde. (=Fischer Klassik 90131). 6. Aufl. Frankfurt a. M. 2020; Einführungen: Nine M. Miedema, Einführung in das Nibelungenlied (Germanistik kompakt), Darmstadt 2010; Jan-Dirk Müller: Das Nibelungenlied (Klassiker-Lektüren 5), 4. Aufl., Berlin 2015; Otfrid-Reinald Ehrismann, Das Nibelungenlied, München 2005; Elisabeth Lienert, Mittelhochdeutsche Heldenepik (Grundlagen der Germanistik 58), Berlin 2015; Victor Millet, Germanische Heldendichtung im Mittelalter, Berlin 2008; Online-Ressourcen: Virtuelle Ausstellung zum Nibelungenlied https://www.blb-karlsruhe.de/aktuelles/ausstellungen/virtuelle-ausstellungen/die-welt-der-nibelungen; Sammlung literarischer Rezeptionszeugnisse: https://www.nibelungenrezeption.de/allgemein/texte.html.

Kursnummer 242U040
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe; 10 € für einen einzelnen Vortrag
Dozent*in: Prof. Dr. Rainer Leng
Neues aus unserem Universum
Mi. 06.11.2024 16:00
Bad Kissingen

Unter der Eisdecke des Jupitermonds Europa befindet sich vermutlich ein riesiger Ozean aus Salzwasser. Unklar ist bislang, ob unter der Oberfläche lebensfreundliche Bedingungen herrschen. Ein Team von Forschenden der NASA-Mission Juno hat nun berechnet, dass die Sauerstoffproduktion auf Europa wesentlich geringer ist, als von früheren Studien vorhergesagt. Super-Erde ist eine Bezeichnung für einen großen extrasolaren terrestrischen Planeten von 2 bis 8 Erdmassen. Die Bezeichnung richtet sich lediglich nach der Masse, macht jedoch keine Aussagen zur Oberflächenbeschaffenheit, Atmosphäre oder Bewohnbar-keit des Planeten. Es wird vermutet, dass sie von einem riesigen Ozean umgeben sind. Wir erarbeiten dieses Thema in drei Vorträgen: 1. Das Sonnensystem im Visier 2. Von Super-Erden und Mini-Neptunen 3. Die ersten Galaxien und Schwarzen Löcher Der Referent: Max Camenzind, geb. am 6. Oktober 1944 in Luzern, studierte von 1965 bis 1970 Physik an der Universität Bern, in Verbindung mit Astronomie, und promovierte 1973 an der Universität Bern mit einem Thema über die Eichtheorie-Aspekte der Gravitation. Nach dreijährigem Aufenthalt an der Universität Hamburg war er von 1979 – 1985 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Zürich; 1985 bis 1986 Gast-Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching bei München. Im Herbst 1986 erfolgte die Berufung als Astrophysiker an die Landessternwarte Königstuhl in Heidelberg. 1990 folgten Habilitation und Ernennung zum Privatdozenten an der Universität Heidelberg. 1998 wurde Max Camenzind zum außerplan-mäßigen Professor für Astrophysik an der Universität Heidelberg ernannt. In den Jahren 1990 – 2008 arbeitete er in verschiedenen Sonderforschungsbereichen der Universität mit und war Gutachter in verschiedenen internationalen Gremien. Seit 1990 war er sehr aktiv beteiligt am Vorlesungsbetrieb der Universität Heidelberg und TU Darmstadt. Von 2005 – 2009 war er Projektleiter im Marie-Curie Netzwerk JETSET über Junge Sterne. Im November 2009 wurde er in den Ruhestand versetzt. Im Wintersemester 2009/2010 wurde er zum Röntgen-Professor an der Universität Würzburg ernannt. Seit 2009 leitet er die Vorlesung über Astronomie an der Senioren-Uni Würzburg und seit 2014 auch an der Akademie für Ältere in Heidelberg. Literatur zur Vorbereitung bzw. Weiterbeschäftigung: Homepage: https://mm-camenzind.de

Kursnummer 242U045
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe; 10 € für einen einzelnen Vortrag
Dozent*in: Prof. Dr. Max Camenzind
Die Sixtinische Kapelle: Michelangelos Fresken
Mo. 02.12.2024 16:00
Bad Kissingen

Dramatisch ist die Geschichte um die Deckengestaltung der Sixtina durch Michelangelo, der von Papst Julius II., gegen seinen Willen, zu diesem Auftrag gezwungen wurde. Nach schwierigen Anfängen gelang es dem Künstler, in nur dreijähriger Arbeitszeit, das Riesenwerk zu vollenden, das schon seine Zeitgenossen mit Staunen und Ehrfurcht erfüllte. In Vollendung der Sixtinischen Kapelle schuf Michelangelo mehr als 20 Jahre später an der Altarwand das gewaltige Jüngste Gericht. Seit der großen Restaurierung von 1980-93 erstrahlen Michelangelos Fresken im ursprünglichen Glanz und zeigen den Künstler nicht nur als außergewöhnlichen Maler, sondern auch als Wegbereiter des Manierismus. Der 1. Vortrag gibt einen kurzen Überblick über Michelangelos Werk bis zu seiner Berufung nach Rom, seine Planung des Juliusgrabmals und die „Tragödie des Grabmals“. Wir erörtern die ungewöhnlichen Umstände des neuen Auftrags, das komplexe inhaltliche Programm der Decke und Michelangelos Freskentechnik. Der 2. Vortrag zeigt sämtliche Teile des Gewölbes und erläutert das theologische Programm der einzelnen Szenen. Der 3. Vortrag befasst sich mit Michelangelos Jüngstem Gericht an der Altarwand. Das gewaltige, 400 Figuren umfassende Werk geht über alle älteren Darstellungen dieses Themas weit hinaus. Der letzte Teil des Vortrags gibt einen Überblick über die letzte, große Restaurierung der Sixtina. Referentin: Julia Meister-Lippert M.A. ist Kunsthistorikerin. Sie studierte an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen Kunstgeschichte, Mittlere und Alte Geschichte. 15 Jahre führte sie Studienreisen in Italien und Frankreich. Seit 2002 ist sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung im Bereich Kunstgeschichte tätig. Literatur: Condivi, Ascanio: Das Leben des Michelangelo Buonarroti, hg. von Ingeborg Walter, o.O.2018 Frey, Carl (Hg.): Die Dichtungen des Michelangelo Buonarroti, Berlin 1964 Panofsky, Erwin: Die Sixtinische Decke, Leipzig 1921 Vahland, Kia: Michelangelo und Raffael, Rivalen im Rom der Renaissance, München 2012 Vasari, Giorgio: Das Leben des Michelangelo, hg. von Alessandro Nova, Berlin 2009 Zöllner, Frank: Michelangelo, das vollständige Werk, 2022

Kursnummer 242U060
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe; 10 € für einen einzelnen Vortrag
Dozent*in: Julia Meister-Lippert M.A.
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23.05.24 16:19:03