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Kursübersicht

Seniorenuniversität

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Von Heiligen und Sündern - Legenden in der Literatur des Mittelalters Seniorenuniversität Bad Kissingen
Mo. 09.03.2026 18:00
Bad Kissingen
Seniorenuniversität Bad Kissingen

Martini, Nikolaus, Sylvester und Valentinstag: selbst in unserer säkularen Gegenwart erinnern uns noch mache Tage an die Heiligen, nach denen sie bannt sind. Und hie und da haben sich auch noch ein paar Bräuche erhalten, die mit den Legenden zusammenhängen, die man sich zu den Heiligen erzählte. Sehr viel mehr als heute waren in der christlichen Gesellschaft des Mittelalters Heilige allgegenwärtig. Seit dem frühen Mittelalter entstand eine gewaltige Literaturtradition, die Geschichten zum Leben der Heiligen sammelte (und nicht selten erst erfand). Der Tradition der mittelalterlichen Heiligenlegenden, ihrer Entstehung, ihren Formen, Typen und ihren Wirkungen bis in die Gegenwart möchte die Vorlesung nachgehen. Die erste Vorlesung führt in Entstehung, Bedeutung und literarische Erscheinungsformen mittelalterlicher Heiligenlegenden ein. Am Anfang steht ein Überblick zur Entstehung von zunächst lateinischen und schließlich auch volkssprachlichen Heiligenlegenden. Der zweite Teil der Vorlesungen gilt zentralen Texten berühmter mittelalterlicher Dichter. Denn nahezu alle großen Autoren höfischer Romane verfassten auch umfangreiche Verslegenden, in denen vor dem heilgenmäßigen Ende mitunter ausgesprochen sündhaft zugeht. Im letzten Teil der Vorlesung steht ein Blick auf die Kritik von Humanisten und Reformatoren an diesem typisch katholisch-mittelalterlichen Texttyp, der wohl eine Krise, aber nicht das Ende der Legende bedeutete. Berühmt gewordene Legenden schrieben noch Heinrich von Kleist und Johann Wolfgang von Goethe. Als ‚Urban Legend‘ überlebt der Texttypus sogar ohne Heilige. Einzeltermine: 9. März 2026, 18:00 Uhr I: Die Ursprünge der Heiligenlegende: Entstehung, Typen, Legendensammlungen 11. März 2026, 18:00 Uhr II: Legenden in Versromanen: Hartmann von Aue, Konrad von Würzburg und Rudolf von Ems 16. März 2026, 18:00 Uhr III: Das Ende der Legende: Reformatoren und Humanisten Der Referent: Rainer Leng studierte Geschichte, Germanistik, klassische Philologie, Politikwissenschaft und Soziologie in Würzburg und Heidelberg. 1996 Promotion, 2000 Habilitation. 1994-2002 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrstuhlvertreter an der Universität Würzburg. Es folgten Forschungsprojekte in München und Göttingen. Mehrere Jahre vertrat er den Lehrstuhl für Mittlere Geschichte an der Universität Stuttgart. Seit 2008 ist er außerplanmäßiger Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Würzburg. Literatur zur Vorbereitung bzw. Weiterbeschäftigung: Literaturempfehlungen: Edith Feistner, Historische Typologie der deutschen Heiligenlegende des Mittelalters von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zur Reformation, Wiesbaden 1995 – Werner Williams-Krapp, Die deutschen und niederländischen Legendare des Mittelalters. Studien zu ihrer Überlieferungs-, Text- und Wirkungsgeschichte, Tübingen 1986 – Peter Strohschneider (Hg.), Literarische und religiöse Kommunikation in Mittelalter und Früher Neuzeit, Berlin / New York 2009 – Felix Prautzsch, Heilige und Heiden im legendarischen Erzählen des 13. Jahrhunderts, Berlin/Boston 2021.

Kursnummer 26111001KG
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe; 10 € für einen einzelnen Vortrag
Karten im Kopf - Wie unser Gehirn unser Wissen organisiert Seniorenuniversität Bad Kissingen
Mi. 29.04.2026 16:00
Bad Kissingen
Seniorenuniversität Bad Kissingen

Wir Menschen sind im Laufe unseres Lebens an unterschiedlichen Orten, in unterschiedlichen Freundeskreisen, in unterschiedlichen beruflichen und Freizeitaktivitäten unterwegs. Oftmals wechseln wir sogar kurzfristig zwischen Kontexten hin und her. Wie schafft unser Gehirn es, da den Überblick zu behalten? Wo ist all das Wissen überhaupt gespeichert? In dieser Vortragsreihe beleuchten wir, wie das menschliche Gehirn seine Umgebungen abbildet – von räumlichen bis hin zu abstrakteren Kontexten. Wir werden zudem besprechen, mit welchen Methoden die kognitive Neurowissenschaft solcherlei Fragen erforscht und wo die Grenzen dieser Methoden und somit unseres Wissens aktuell liegen. Sitzung 1: Von Taxifahrern und Seepferdchen: Wie unser Gehirn räumliches Wissen organisiert Sitzung 2: „Naheliegend“ oder „weit hergeholt“? Wie räumliche Strukturen auch unser nichträumliches Denken prägen Sitzung 3: Messen, Stimulieren, Modellieren: Wie wir erforschen, wie unser Gehirn denkt Literatur Garvert, M. M., Dolan, R. J., & Behrens, T. E. (2017). A map of abstract relational knowledge in the human hippocampal–entorhinal cortex. eLife, 6, e17086. https://doi.org/10.7554/eLife.17086 Hafting, T., Fyhn, M., Molden, S., Moser, M.-B., & Moser, E. I. (2005). Microstructure of a spatial map in the entorhinal cortex. Nature, 436(7052), 801–806. https://doi.org/10.1038/nature03721 Jäncke, L. (2021). Lehrbuch kognitive Neurowissenschaften (3., überarbeitete Auflage). Hogrefe. https://doi.org/10.1024/86117-000 – Kapitel 5 behandelt „Methoden der kognitiven Neurowissenschaften“. Maguire, E. A., Frackowiak, R. S. J., & Frith, C. D. (1997). Recalling Routes around London: Activation of the Right Hippocampus in Taxi Drivers. The Journal of Neuroscience, 17(18), 7103–7110. https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.17-18-07103.1997 Maguire, E. A., Woollett, K., & Spiers, H. J. (2006). London taxi drivers and bus drivers: A structural MRI and neuropsychological analysis. Hippocampus, 16(12), 1091–1101. https://doi.org/10.1002/hipo.20233 O’Keefe, J. (1976). Place units in the hippocampus of the freely moving rat. Experimental Neurology, 51(1), 78–109. https://doi.org/10.1016/0014-4886(76)90055-8 Tavares, R. M., Mendelsohn, A., Grossman, Y., Williams, C. H., Shapiro, M., Trope, Y., & Schiller, D. (2015). A Map for Social Navigation in the Human Brain. Neuron, 87(1), 231–243. https://doi.org/10.1016/j.neuron.2015.06.011 Whittington, J. C. R., McCaffary, D., Bakermans, J. J. W., & Behrens, T. E. J. (2022). How to build a cognitive map. Nature Neuroscience, 25(10), 1257–1272. https://doi.org/10.1038/s41593-022-01153-y Die Referentin Jana Ludwig studierte Psychologie an den Universitäten Düsseldorf und Münster. Seit 2025 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Universität Würzburg tätig. Unter der Leitung von Prof. Dr. Mona Garvert und Dr. Maximilian Wessel untersucht sie dort, welche unterschiedlichen Gehirnmechanismen der Entscheidungsfindung zugrunde liegen.

Kursnummer 26111002KG
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe; 10 € für einen einzelnen Vortrag
Pyramiden, Tempel und Statuen: Architektur und Kunst im Alten Ägypten Seniorenuniversität Bad Kissingen
Mo. 15.06.2026 16:00
Bad Kissingen
Seniorenuniversität Bad Kissingen

Noch heute erwecken die Monumentalbauten des Alten Ägypten – Königsgräber und Göttertempel – Faszination und Bewunderung. Meisterhaft war aber nicht nur ihre Ausführung, sondern auch ihre Planung und Umsetzung durch höchst talentierte Architekten und Baumeister. Wichtige Elemente solcher sakralen Anlagen waren zudem Statuen von Gottheiten, Königen und Königinnen, in denen die Dargestellten als Kultempfänger einwohnen konnten. Unter diesen finden sich ebenfalls zahlreiche Exemplare großer Kunstfertigkeit und Vollendung. Im Rahmen der Vorlesungsreihe werden bedeutende Bau- und Kunstdenkmäler aus allen geschichtlichen Epochen vorgestellt. Neben ästhetischen, künstlerischen und kulturgeschichtlichen Aspekten werden wir uns auch mit praktischen Fragen zu Ressourcenbeschaffung und Produktionstechniken sowie der Ausbildung und dem Selbstverständnis von Künstlern und Handwerkern im Alten Ägypten befassen. Die Referentin: Eva Roswitha Lange, geb. 1974, studierte Ägyptologie und Klassische Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität Leipzig. Ihre Dissertation reichte sie ein zum Thema „Ritualepisoden: Das Sedfest – Tor Osorkons II. in Bubastis“. Seit 2007 leitet sie das TELL BASTA-PROJECT als Head of Mission (Deutsch-Ägyptische Grabungsmission im ägyptischen Ostdelta), als Kooperation zwischen den Universitäten Göttingen, Würzburg und dem Supreme Council of Antiquities, Kairo. Von 2005 bis 2010 war sie wissenschaftliche Angestellte am Historischen Institut der Universität Potsdam und ist seit Mai 2012 Akademische Rätin am Lehhrstuhl für Ägyptologie der Universität Würzburg. Röntgenpreisterägerin der Universität Würzburg 2015. Literatur zur Vorbereitung bzw. Weiterbeschäftigung: Arnold, Dieter 2000. Lexikon der ägyptischen Baukunst. Düsseldorf: Albatros. Arnold, Dorothea. Die ägyptische Kunst. Vol. 2550. CH Beck, 2012. Drenkhahn, Rosemarie 1976. Die Handwerker und ihre Tätigkeiten im alten Ägypten. Ägyptologische Abhandlungen 31. Wiesbaden: Harrassowitz.

Kursnummer 26111003KG
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe - 10 € für einen einzelnen Vortrag
Grimm‘s Märchen – aus germanistischer und informatischer Perspektive Seniorenuniversität Bad Kissingen
Mo. 21.09.2026 16:00
Bad Kissingen
Seniorenuniversität Bad Kissingen

Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm sind die wohl meistgelesene deutschsprachige Literatur. Auch finden sich auf Wikipedia 165 Filme dazu.  Wir wollen in Werk und Leben der Brüder Grimm einführen und danach auf interessante Aspekte wie die Entstehungsgeschichte, die Verbreitung, die Motive, die Märchenhelden, Antagonisten und weitere Akteure der bekannten und weniger bekannten Märchen eingehen und diskutieren. Dazu nutzen wir auch informatische Methoden einschließlich Künstlicher Intelligenz. Biographie: Prof. Dr. Frank Puppe hat in Bonn Informatik studiert, in Kaiserlautern promoviert und in Karlsruhe habilitiert. Seit 1992 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz und Wissenssysteme an der Universität Würzburg; seit 2025 Senior-Professor. Er ist Autor von über 400 Publikationen und leitet zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich der Künstliche Intelligenz. Heinrich Puppe: von 1979 bis 1987 Studium der Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaften an den Universitäten Trier, Bonn und Marburg/Lahn. 1990 Promotion über den österreichischen Schriftsteller Robert Musil. Seitdem permanente Beschäftigung mit germanistischen Themen. Beruflich 1989-2011 bei der Siemens AG, Aufgabenschwerpunkt: Organisation digitaler Abläufe. Seit 2011 bei Dataport, ein Zusammenschluss der IT-Stellen vier norddeutscher Bundesländer. Aufgabenschwerpunkt: Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.

Kursnummer 26211001KG
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe; 10 € für einen einzelnen Vortrag
Digitalisierung im ländlichen Raum in China und Deutschland Seniorenuniversität Bad Kissingen
Mo. 19.10.2026 16:00
Bad Kissingen
Seniorenuniversität Bad Kissingen

In dieser Vortragsreihe vergleicht Dr. Hannes Gohli von der Universität Würzburg Herangehensweisen der Digitalisierung in ländlichen Räumen in Europa und China. Anhand konkreter Fallbeispiele erhalten Teilnehmende Einblicke in europäische „Smart Villages“ und chinesische „Digital Villages“ und lernen, wie sich diese Konzepte unterscheiden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Politik der Digitalisierung geworfen: Wer entscheidet, welche Technologien zum Einsatz kommen? Woher kommen die Mittel? Inwiefern werden Einwohnerinnen und Einwohner in Entscheidungen integriert, und welche Unternehmen profitieren schlussendlich von der Digitalisierung im ländlichen Raum? Die Vorträge erläutern, wie lokale Akteure versuchen, ihre Interessen in der Politik anzubringen. Die Digitalisierung ist schließlich auch ein Kampf um Ressourcen, der Gewinner und Verlierer hervorbringen wird. Für China zeigen „Digital Villages“speziell, wie auch in autoritären Ländern – wenn auch eingeschränkt – Verhandlungssysteme in der Politikgestaltung mitwirken. Der Referent: Hannes Gohli ist Postdoc am Lehrstuhl für China Business and Economic und Geschäftsführer des China-Kompetenzzentrums der Universität Würzburg. In seiner von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Doktorarbeit untersuchte er, wie China die Energiewende mit industriepolitischen Maßnahmen steuert. Sein Post-Doc-Forschungsprojekt untersucht die Machtdynamik zwischen großen Technologieunternehmen und dem chinesischen Staat in der entstehenden Datenökonomie des Landes. Dr. Gohlis Expertise liegt in der Durchführung von Interviews mit Interessenvertretern im chinesischen Elektrizitätssektor, wobei sich seine jüngsten Forschungen darauf konzentrieren, welche industriepolitischen Instrumente die chinesische Regierung einsetzt, um verschiedene Formen der Stromerzeugung und -übertragung zu unterdrücken oder zu fördern. Vor seiner Promotion absolvierte Dr. Gohli einen Bachelor of Arts an der Syddansk Universitet in Sønderborg, Dänemark, und erwarb einen Master of Science an der Universität Würzburg, beide in den Bereichen China Business und Economics.  Literatur: -‘Blockchain Chicken Farm and Other Stories of Tech in China’s Countryside’ von Xiaowei Wang - Für Europe: ‘Smart Villages in the EU and Beyond’ von Anna Visvizi und Miltiadis Lytras

Kursnummer 26211002KG
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe; 10 € für einen einzelnen Vortrag
Was macht der Dachs auf Albrecht Dürers“Sündenfall“? Seniorenuniversität Bad Kissingen
Mo. 30.11.2026 16:00
Bad Kissingen
Seniorenuniversität Bad Kissingen

In der christlichen Kunst des Mittelalters wurden viele Erscheinungen unserer Welt symbolisch gedeutet. Ein bestimmtes Tier, eine Blume, Früchte oder bestimmte Gegenstände waren nicht nur reale Wesen oder Dinge,sondern wurden in den Kunstwerken zu Trägern einer Botschaft, die für das Verständnis des Bildinhaltes von Bedeutung war. Was bedeuten Akelei, Schneeglöckchen und Erdbeerpflanzen? Warum erscheinen Bienenkörbe auf Grünewalds“Stuppacher Madonna“? Vortrag: Warum spielt das Jesuskind mit einer Nelke? Die Bedeutung von Pflanzen in der Malerei des Mittelalters Vortrag: Was macht der Dachs auf Albrecht Dürers“Sündenfall“? Die Bedeutung von Tieren in der Malerei des Mittelalters. In profanen Bildern der Barockzeit erscheinen manchmal scheinbar harmlose Bildthemen, wie Marktszenen oder häusliche Darstellungen, die durch die Bedeutung bestimmter dargestellter Tiere verblüffende, oft zweideutige Inhalte enthüllen. Vortag: Warum isst die Dame Austern? Die Bedeutung von Tieren und Gegenständen in profanen Bildern der Barockzeit Literatur: Der Physiologus. Tiere und ihre Symbolik Hildegard Kretschmer, Lexikon der Symbole und Attribute in der Kunst, 2018 Clemens Zerling, Lexikon der Pflanzensymbole, 2013 Helmut Birkhan, Pflanzen im Mittelalter. Eine Kulturgeschichte, 2012 Celia Fisher, Blumen der Renaissance. Symbole und Bedeutung, o.J.

Kursnummer 26211003KG
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Gebühr: Barzahlung an der Abendkasse: 20 € für die Vortragsreihe; 10 € für einen einzelnen Vortrag
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