Kursübersicht
Jenseits der Stadtgrenzen "in der 2. Reihe" gibt es tatsächlich sehenswerte Kunst und Architektur, deren Vermittlung sich das Unterfränkische Institut für Kulturlandschaftsforschung zur Aufgabe gemacht hat. Dabei handelt es sich um kleine Perlen, die eigentlich jedem vor Augen stehen, in den digitalen Highlights-Hitlisten jedoch nicht vorkommen. Denn es geht dabei nicht um touristische Inwertsetzung, sondern um die Förderung lokaler Identität im Sinne der Nachhaltigkeit. Dr. Gerrit Himmelsbach ist Historiker und Archäologe. Seit 2008 hat er einen Lehrauftrag am Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte an der Universität Würzburg und unterrichtet Archäologie am Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach.
Gerade bei Vorträgen sind immer wieder Klagen über den Rückgang oder sogar das Aussterben des immateriellen Kulturerbes Dialekt zu hören. Mein Rat vor allem an die Unterfranken: Gebraucht euren Dialekt selbstverständlicher und öffentlicher als bisher, denn nur so kann ein fränkischer Gegenpol zur mir-san-mir-Mentalität des altbayerischen Raumes geschaffen werden. In dem Vortrag geht Dialektforscherin Dr. Monika Fritz-Scheuplein folgenden Fragen nach: Wie ist es um das sprachliche Selbstbewusstsein in Unterfranken bestellt, wo und wie wird es sichtbar? Begegnet uns überhaupt das Unterostfränkische im Alltag oder wird vermeintlich prestigeträchtigeren Dialekten der Vorzug gegeben? Dr. Monika Fritz-Scheuplein ist beschäftigt am Unterfränkischen Dialektinstitut des Lehrstuhls deutsche Sprachwissenschaften der Universität Würzburg
Orgelmusik beim blutigen Gladiatorenkampf im Amphitheater, Tubaklänge auf dem Schlachtfeld und Schalmeienmusik beim Opfer an die Götter. Im antiken Rom erklingen Musikinstrumente in vielfältigen Bereichen des antiken Lebens. Haben sich einige davon bis in unsere Zeit erhalten, so sind sie doch mit unterschiedlichen Anlässen verknüpft.Der Vortrag gibt einen Überblick über die römischen Klangwerkzeuge (Instrumente) und verortet diese im römischen kulturellen Leben: bei religiösen Zeremonien, bei öffentlichen Festen, auf dem Schlachtfeld oder im Wohnhaus. Florian Leitmeir hat Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Katholische Theologie und Spätantike Archäologie/Byzantinische Kunstgeschichte in München und Florenz studiert. Die Promotion erfolgte im Juli 2009 an der Universität Freiburg mit einer Arbeit zur visuellen Repräsentation des severischen Kaiserhauses (193-235 n. Chr.). Seit 2012 ist er als Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Klassische Archäologie in Forschung und Lehre tätig. Zu den Forschungsschwerpunkten zählen das antike Porträt, Antikenrezeption und antike Musik.
Resilienz als zunächst psychologisches oder soziales Konzept und Neuroplastizität als Gegenstand neurowissenschaftlicher Forschung sind eng miteinander verbunden. Resilienz bezeichnet in diesem Zusammenhang die Fähigkeit eines Individuums, Krisen psychisch gesund zu überstehen, sich anzupassen und ggf. gestärkt daraus hervorzugehen. Sie ist dynamisch, situationsabhängig und wird von genetischen, neurobiologischen, psychologischen und sozialen Faktoren beeinflusst. Neuroplastizität bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, seine Struktur und Funktion als Reaktion auf Erfahrungen, Lernen oder Schädigung zu verändern. Was sind die molekularen Grundlagen dieser beiden Konzepte, wie wirken sie sich im Sinn der Prävention aus und was können wir konkret tun, um Krankheiten wie Alzheimer, Depression oder Abhängigkeitserkrankungen konkret zu verhindern? Darüber referiert PD Dr. Thomas Polak vom Uniklinikum Würzburg, Zentrum für Psychische Gesundheit, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und der Hephata Diakonie, Fachklinik Weibersbrunn für den Universitätsbund Würzburg.
Wie wäre es, wenn Medikamente nicht mehr den ganzen Körper durchqueren müssten, sondern stattdessen direkt an Ort und Stelle freigesetzt würden in ihrer erwünschten Wirkung? Wie wäre es, wenn sie auf diesem Weg keine Organe schädigen würden, die die Medikamentenwirkung gar nicht benötigen?Das ENDOLEASE-System ist das weltweit erste Implantat, das sogar komplexe Medikamente direkt ins Kapillarsystem des Zielgewebes bringen kann und auf diese Weise in Zukunft wirksamere und sicherere Therapien ermöglichen wird. Dr. Anna Fleischer ist „Clinician Scientist“ mit Expertise in translationaler Forschung und interdisziplinärer Projektleitung. 2022 schloss sie ihren Master of Science in „Translational Medicine“ an der JMU Würzburg mit Auszeichnung ab. Im gleichen Jahr erfolgte ihre medizinische Promotion an der „Graduate School of Life Sciences (GSLS)“ der JMU Würzburg in der Klasse der Neurowissenschaften. Der Fokus ihrer Tätigkeit liegt auf der effizienten Entwicklung von Innovationen bis zur Marktreife. Ihre internationale Patentanmeldung für das „ENDOLEASE-System“ veranlasste sie am 22. Januar 2024.